
Sicherheit zuerst: Warum amazingtoys.ch am 21. Oktober 2026 kurz offline war
Am Nachmittag des 21. Oktober 2026 waren amazingtoys.ch und unsere App für rund dreieinhalb Stunden nicht erreichbar. Das war kein Ausfall, sondern unsere Entscheidung: Wir haben unsere Server bewusst abgeschaltet, um deine Daten zu schützen. Hier erklären wir dir einfach und ohne Fachchinesisch, was passiert ist und warum deine Daten bei uns sicher sind.
Das Wichtigste zuerst:
- Sicherheit geht bei AMAZINGTOYS® vor. Deine Daten sind bei uns immer sicher, auch an diesem Tag.
- Weltweit wurde eine Sicherheitslücke in einer Technik bekannt, die fast jede Webseite nutzt. Das hatte nichts mit unserem Shop im Speziellen zu tun.
- Wir haben unsere Server abgeschaltet, bevor jemand die Lücke bei uns hätte ausnutzen können, und sie erst nach dem Sicherheits-Update wieder gestartet.
- Es gab keinen Zugriff auf Kundendaten. Du musst nichts tun, auch dein Passwort nicht ändern.
- Bestellungen, Vorbestellungen und Zahlungen blieben erhalten. Der Store in Zürich war die ganze Zeit offen.
Was ist passiert? Einfach erklärt
Stell dir vor, in einem Türschloss, das in Millionen Häusern eingebaut ist, wird ein Fehler entdeckt. Genau das ist am 21. Oktober 2026 im Internet passiert. Die betroffene Technik heisst PHP. Sie läuft auf einem grossen Teil aller Webseiten und Online-Shops weltweit, auch auf unseren Servern. Fachleute nennen die Lücke «PHP2Shell».
Das Problem: Über diesen Fehler hätten Angreifer auf Server zugreifen können, ohne Passwort und ohne dass jemand es sofort merkt. Deshalb haben weltweit viele Betreiber ihre Seiten vorübergehend abgeschaltet, zum Beispiel Wikipedia. Auch Schweizer Medien wie SRF, 20 Minuten, watson und die NZZ haben darüber berichtet.

Der Hersteller von PHP hat am 21. Oktober über Mittag ein Sicherheits-Update veröffentlicht. Bis dieses Update auf einem Server eingespielt ist, bleibt der Server angreifbar. Genau in diesem Zeitfenster hast du amazingtoys.ch nicht erreicht.
Warum wir abgeschaltet haben
Wir hatten zwei Möglichkeiten: den Shop online lassen und hoffen, dass in der Zwischenzeit nichts passiert, oder den Shop abschalten, bis das Update drauf ist. Wir haben uns für das Abschalten entschieden. Ein Shop, der nicht erreichbar ist, kann nicht angegriffen werden.

Das hat uns ein paar Stunden Umsatz gekostet. Dafür konnten wir sicher sein, dass niemand an deine Daten kommt. Diese Abwägung fällt bei uns immer gleich aus: Deine Daten sind wichtiger als ein Nachmittag Umsatz.
Sicherheit geht bei AMAZINGTOYS® vor. Deine Daten sind bei uns immer sicher. Im Zweifel schalten wir lieber ab, als ein Risiko einzugehen.
Thomas Kovacs, Geschäftsführer AMAZINGTOYS®
So ist der Nachmittag abgelaufen:
- Ab etwa 15:30 Uhr: amazingtoys.ch und die App gehen offline. Wir informieren dich auf Instagram.
- Nachmittag: Das Sicherheits-Update wird auf allen Servern eingespielt und geprüft.
- Ab etwa 18:50 Uhr: Alles läuft wieder. Wir kontrollieren Shop, App, Bestellungen und Zahlungen und gehen wieder online.
Unsere Prüfung hat keinen Zugriff auf Kundendaten ergeben. Wir haben die Server abgeschaltet, bevor die Lücke ausgenutzt werden konnte, und erst nach dem Update wieder gestartet.
Was das für dich bedeutet
Kurz gesagt: nichts. Du musst nichts tun. Dein Passwort bleibt gültig, deine Bestellungen sind da, deine Zahlungen waren nie betroffen.

Pakete, die am Nachmittag versandbereit waren, haben wir nach dem Neustart verarbeitet. Es kann sein, dass eine Sendung dadurch einen Tag später bei dir ankommt. Dafür bitten wir um Verständnis. Der AMAZINGTOYS® Store in Zürich war die ganze Zeit normal geöffnet.
So schützen wir deine Daten, jeden Tag
Dieser Nachmittag war ein Ausnahmefall. Der Schutz deiner Daten ist es nicht, der läuft bei uns jeden Tag. So sieht das konkret aus:

- Keine Zahlungsdaten bei uns: Kreditkarten- und Kontodaten werden nicht auf unseren Servern gespeichert. Sie gehen direkt an den Zahlungsanbieter.
- Verschlüsselte Verbindung: Jeder Aufruf von amazingtoys.ch und jede Bestellung läuft verschlüsselt. Du erkennst das am Schloss-Symbol im Browser.
- Updates sofort: Shop und Server werden laufend aktualisiert. Sicherheits-Updates kommen immer zuerst.
- Offen informieren: Wenn etwas passiert, sagen wir es. Auf Instagram, hier im Blog und auf Anfrage per E-Mail.
Tipps gegen Phishing: So schützt du dich selbst
Nach Vorfällen wie diesem versuchen Betrüger gern, die Verunsicherung auszunutzen. Sie verschicken E-Mails oder SMS, die aussehen, als kämen sie von einem Shop, und wollen damit Passwörter oder Zahlungsdaten abgreifen. Das nennt man Phishing. Mit ein paar einfachen Regeln bist du auf der sicheren Seite:
- Absender prüfen: Unsere E-Mails kommen von einer Adresse, die auf @amazingtoys.ch endet. Bei allem anderen: Finger weg.
- Keine Links aus Nachrichten anklicken: Wenn du unsicher bist, tippe amazingtoys.ch selbst in den Browser oder öffne die App. So landest du garantiert bei uns.
- Nie Passwort oder Kartendaten per Nachricht senden: Wir fragen dich nie per E-Mail, SMS, WhatsApp oder Chat nach deinem Passwort oder deinen Zahlungsdaten.
- Druck ist ein Warnsignal: «Sofort handeln, sonst wird dein Konto gesperrt» ist ein typischer Trick. Echte Shops drohen nicht.
- Ein eigenes Passwort pro Dienst: So bleibt der Schaden klein, falls ein anderer Dienst einmal betroffen ist. Ein Passwort-Manager hilft dabei.
- Im Zweifel fragen: Leite verdächtige Nachrichten an service@amazingtoys.ch weiter. Wir sagen dir, ob sie echt ist.
Tipp
Eine Nachricht, die sich auf diesen Vorfall bezieht und dich zum Eingeben von Passwort oder Zahlungsdaten auffordert, ist nicht von uns. Du musst wegen des 21. Oktober nichts tun, und wir werden dich auch nicht dazu auffordern.
Danke für dein Verständnis
Ein Shop, der plötzlich nicht erreichbar ist, sorgt für Fragen. Danke für die vielen verständnisvollen Nachrichten, die uns am Nachmittag auf Instagram erreicht haben. Wenn du noch Fragen hast, schreib uns an service@amazingtoys.ch oder komm im Store in Zürich vorbei.
Häufig gestellte Fragen
Nein. Es gab keinen Zugriff auf Kundendaten. Wer sein Passwort trotzdem erneuern möchte, kann das jederzeit im Kundenkonto unter «Mein Konto» tun. Wichtig ist vor allem, für jeden Dienst ein eigenes Passwort zu verwenden.
Nein. Kreditkarten- und Kontodaten liegen nicht auf unseren Servern, sondern beim Zahlungsanbieter. Sie waren zu keinem Zeitpunkt betroffen.
Alle Bestellungen und Vorbestellungen sind erhalten geblieben. Der Versand lief nach dem Neustart weiter, einzelne Pakete gehen deshalb einen Tag später raus als geplant. Den Stand deiner Bestellung siehst du wie gewohnt im Kundenkonto.
Das Update war erst über Mittag verfügbar, die Lücke aber schon vorher bekannt. Ein Server, der online ist und noch nicht aktualisiert wurde, kann angegriffen werden. Abschalten war der einzige Weg, dieses Risiko ganz auszuschliessen.
Unsere E-Mails kommen von einer Adresse auf @amazingtoys.ch und fragen nie nach Passwort oder Zahlungsdaten. Wenn du unsicher bist, öffne den Shop oder die App direkt und prüfe dort dein Kundenkonto, statt auf einen Link in der Nachricht zu klicken.
Sicherheitslücken in weit verbreiteter Software lassen sich nie ganz ausschliessen, sie betreffen das ganze Internet. Was wir beeinflussen können, ist unsere Reaktion: Updates sofort einspielen, im Zweifel abschalten und offen informieren. Genau so werden wir auch beim nächsten Mal handeln.








