Pokémon Seltenheitsstufen: Seltenheit und Wert richtig einschätzen
Acht verschiedene Pokémon Seltenheitsstufen helfen dir dabei, Karten schnell und zuverlässig einzuschätzen. Wir stellen dir die Kategorien vor, zeigen dir wichtige Besonderheiten und erklären, wie sie den Wert deiner Pokémon-Karten beeinflussen.
Das Wichtigste zuerst:
- Alle Pokémon-Karten fallen in eine von neun offiziellen Seltenheitsstufen oder verschiedene Spezialkategorien
- Die Seltenheitsstufen sind für einen ersten Eindruck geeignet; für Details zum Wert oder Stärke sind sie aber nicht ausreichend
- Auch innerhalb einzelner Seltenheitskategorien kann es enorme Unterschiede bei Preis und Nachfrage geben
Das steckt hinter den Seltenheitsstufen von Pokémon-Karten
Spieler, Sammler und Investoren sind von seltenen Pokémon-Karten fasziniert. Nicht nur wegen des exklusiven Gefühls, einer von wenigen (oder vielleicht sogar der einzige?) Besitzer auf der Welt zu sein; meist erzielen diese Exemplare auch die höchsten Preise, sehen am besten aus oder sind im eigentlichen Kartenspiel besonders stark.
Zur besseren Unterscheidung haben Nintendo und die drei Vorgängerverlage Pokémon Seltenheitsstufen für alle Karten eingeführt. Kleine Symbole in einer Ecke (meist unten links) zeigen dir, um welche Kategorie es sich handelt:
| Schwarzer Kreis | Common / Gewöhnlich |
| Schwarzer Diamant | Uncommon / Ungewöhnlich |
| Schwarzer Stern | Rare / Selten |
| Schwarzer Stern mit “Promo” | Promo-Karte |
| Zwei schwarze Sterne | Double Rare / Doppel-Selten |
| Zwei silberene Sterne | Ultra rare / Ultra selten |
| Ein goldener Stern | Illustration Rare / Seltene Illustration |
| Zwei goldene Sterne | Spezielle, seltene Illustration |
| Drei goldene Sterne | “Hyper Rare” - extrem selten |
“Seltenheit” ist dabei wörtlich zu nehmen: Über 34 Millionen Pokémon-Karten wurden bis heute weltweit produziert und die überwiegende Mehrzahl davon stammt aus der Kategorie “Gewöhnlich” (common).
Je höher die Seltenheitsstufe, desto weniger Exemplare wurden hergestellt. Die Chance, eine solche Karte in Pokémon Booster Packs zu finden, ist dementsprechend geringer. Mit der geringeren Anzahl gehen oft, aber nicht immer, auch eine höhere Nachfrage und höhere Preise einher.
Die Pokémon Seltenheitsstufen sind also eine gute Möglichkeit, auf einen Blick die Häufigkeit einer Karte einzuschätzen. Wenn du die besten Pokémon Karten (Preis, Power im Kartenspiel …) finden möchtest, musst du allerdings noch tiefer ins Detail gehen.
Pokemon Seltenheitsstufen erklärt
Ohne grosse Umschweife wollen wir uns die acht Hauptkategorien ansehen. Jede offizielle Pokémon-Karte fällt in eine dieser Seltenheitsstufen oder gehört zu einer kleinen Anzahl an Sonderkategorien, die wir dir im Anschluss vorstellen.
9. Common / Gewöhnlich
Die häufigste Seltenheitsstufe wird als “Gewöhnlich” oder “Common” bezeichnet und macht ihrem Namen alle Ehre: Die Mehrzahl aller Karten fällt in diese Kategorie. In einem normalen Pokémon Booster Pack findest du durchschnittlich fünf solcher Exemplare. Sie werden durch einen schwarzen Kreis dargestellt.

In diese Rubrik fallen Energiekarten, Trainer oder Pokémon – in erster Linie Basispokémon oder andere, eher schwache Varianten. Common-Karten stellen das Rückgrat eines jeden Decks dar und sind daher unverzichtbar.
Obwohl du generell keine zu hohen Preise erwarten kannst, gibt es einige teure Pokémon-Karten in dieser Seltenheitsstufe. Kabuto-Karten aus dem Fossil-Set der ersten Edition haben zum Beispiel durch einen Social-Media-Hypes massiv an Wert gewonnen. Ein Sammler, der nur unter dem Namen “Kabuto King” bekannt ist, kauft alle Exemplare auf, die er finden kann.
Das hat sich herumgesprochen: Der Preis stieg innerhalb weniger Monate von nur 1 CHF auf heute über 50! Weitere Wertsteigerungen sind zu erwarten, wenn Kabuto King auch weiterhin Karten aufkauft.
8. Uncommon / Ungewöhnlich
Die logische nächste Stufe sind ungewöhnliche oder “Uncommon” Karten. Du kannst in einem durchschnittlichen Booster-Pack mit drei solchen Pokémon-Karten rechnen. Sie haben einen schwarzen Diamanten / schwarze Raute als Erkennungsmerkmal.

In dieser Seltenheitsstufe findest du Basispokémon oder Entwicklungsstufen (oft die zweite von drei möglichen Entwicklungen), spezielle Energiekarten und verschiedene Trainerkarten.
7. Rare / Selten
Mit einem bis zwei Exemplaren pro Booster sind “Rare” Karten recht selten und leicht am schwarzen Stern zu erkennen. In dieser Seltenheitsstufe findest du zudem Hologrammkarten (das Bild hat einen Hologramm-Effekt), Reverse-Holo (die gesamte Karte ausser dem Bild hat einen Hologramm-Effekt) und nicht holographische Karten.
Es handelt sich oft um die dritte Entwicklungsstufe eines Pokémon, strategisch interessante Trainerkarten oder legendäre Pokémon. Einige Exemplare dieser Seltenheitsstufe sind extrem begehrt und erzielen Höchstpreise: Die Pokémon-Karte Glurak aus der ersten Edition, holografisch und ohne Schatten, ist die teuerste Pokémon-Karte (nicht Promo) der Welt. Eine Grade-10-Karte wurde 2022 für 420.000,00 US-Dollar versteigert!

6. Double Rare / Doppelt Selten
Die nächste Seltenheitsstufe “Double Rare” oder “Doppelt Selten” wurde mit der Scarlet & Violet Serie eingeführt, um Ordnung in das bis dahin wirkende Kategorie-Chaos zu bringen. Du erkennst sie an zwei schwarzen Sternen und einem Artwork, das sich über die gesamte Karte erstreckt.
Es handelt sich dabei immer um Pokémon EX Karten ohne Hologramm. Trainerkarten, Holo und Reverse-Holo oder Energie suchst du in dieser Kategorie vergeblich. Sie sind in Wert und Nachfrage ungefähr mit V, VSTAR und VMAX aus der Schwert & Schild Serie vergleichbar.
Exemplare dieser Seltenheitsstufe werden von neueren Serien mit aufwändigem Design überschattet. Daher ist es möglich, diese Pokémon-Karten recht günstig zu erwerben: Das beliebte Mew ex - sv2a 151/165 ist bereits für weniger als 20 CHF zu haben!

5. Ultra Rare / Ultra Selten
Weiter geht es mit zwei silbernen Sternen: In der Seltenheitsstufe Ultra findest du eine breite Auswahl an EX Pokémon sowie strategisch interessante Trainerkarten. Die Kategorie wird in Japan als “Super Rare” bezeichnet und hat, statt der silbernen Sterne, die Abkürzung “SR”.

4. Illustration Rare / Seltene Illustration
Wie der Name bereits vermuten lässt, zeichnet sich diese Seltenheitsstufe durch besonders schöne Grafiken aus, die über die gesamte Karte reichen. Du erkennst sie an einem einzelnen, goldenen Stern. Japanische Karten verwenden stattdessen die Bezeichnung “Art Rare” mit der Abkürzung “AR”.
In dieser Kategorie findest du in der Regel einfache Pokémon- und Trainer-Karten, die lediglich ein besonders schönes Artwork haben. Investoren interessieren sich eher weniger für solche Exemplare, sodass sie vergleichsweise günstig sind: Ein Palafin - sv4a 339/190 ist zum Beispiel schon ab 15,90 CHF erhältlich.

Aufgrund ihres günstigen Preises und der Tatsache, dass es sich um “Standardpokémon” handelt, sind Illustration Rare auch sehr gut für das eigentliche Kartenspiel geeignet: Solche Pokémon-Karten sind die Basis eines jeden Decks, denn nur mit legendären, ex und anderen Spezialpokémon lässt sich kein Spiel gewinnen!
3. Special Illustration Rare / Spezielle, seltene Illustration
Die Kategorie “Special Illustration Rare” ist eng mit “Illustration Rare” verwandt, nur eben special. Hier findest du ausschließlich ex-Pokémon und besonders nützliche Trainerkarten. Du erkennst sie an zwei goldenen Sternen oder der Abkürzung “SAR” auf japanischen Karten.
Für solche Karten musst du schon etwas tiefer in die Tasche greifen, da sie sowohl Sammler, Investoren als auch Spieler ansprechen. Die Nachfrage ist dementsprechend hoch. Für, ein Charizard ex - sv3 134/108, eine Pokémon-Karte Glurak aus der Special Illustration Rare Seltenheitsstufe werden zum Beispiel rund 289 CHF fällig.

2. Hyper Rare / Extrem selten
Mit der Scarlett & Violet Erweiterung wurde auch die Seltenheitsstufe Hyper Rare eingeführt. Du erkennst sie an drei goldenen Sternen. In Japan ist diese Reihe hingegen als “Ultra Rare” bekannt (Abkürzung UR), was immer wieder zu Verwechslungen mit der gleichnamigen englischen Kategorie führt.
Inhaltlich findest du hier bekannte Trainer-, Stadion-, Energie- und Pokémon-Karten in einem neuen, goldenen Design. Alle Exemplare sind holografisch und haben eine texturierte Oberfläche. Als besonderes Gimmick findest du bei genauem hinsehen versteckte Pokémon auf den Stadionkarten dieser Stufe.

1. Promo-Karten
Promotionskarten sind nicht in Pokémon Decks oder Boosters Packs zu finden. Stattdessen gibt es sie als besondere Geschenke beim Besuch eines Pokémon-Kinofilms, als Preise für die Teilnahme oder den Sieg bei einem Turnier, als Werbegeschenk und bei anderen Events.
Du erkennst diese Pokémon-Seltenheitsstufe am Wort “Promo” vor einem schwarzen Stern. Es handelt sich um die wohl vielseitigste Kategorie: Einige der Karten sind zehntausendfach vorhanden und haben weder für Sammler noch für Spieler einen besonderen Wert; andere Exemplare erzielen hingegen die höchsten Preise überhaupt!
Die mit Abstand teuerste Pokémon-Karte, die jeweils den Besitzer gewechselt hat, ist ein Illustrator Pikachu mit PSA-Grading 10. Der Preis: Unglaubliche 5,3 Millionen US-Dollar (ca. 4,17 Mio. CHF). Diese Promo-Karte wurde als Belohnung für einen Zeichenwettbewerb in Japan in 1997 und 98 vergeben.
Weitere Pokémon Seltenheitsstufen
Die Pokémon Seltenheitsstufen wurden mit der Scarlet & Violet Serie vereinheitlicht und andere, bis dahin übliche Kategorien eingestellt. Natürlich findest du diese Karten aber auch weiterhin bei AmazingToys! Da sie nicht mehr hergestellt werden und oft einmalige Artworks und Fähigkeiten besitzen, sind sie wertvolle Sammlerobjekte.
Zu den wichtigsten Kategorien zählen:
Amazing Rare / Atemberaubend
Diese Seltenheitsstufe zeichnet sich durch besonders farbenfrohe Illustrationen aus. Sie ist an einem “A” vor einem Regenbogen-Hintergrund zu erkennen. Es handelt sich um eine kleine Anzahl von legendären Pokémon wie Celebi, Kyogre und Co., die sich ansonsten jedoch nicht von anderen Karten unterscheiden.
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Rainbow Rare / Seltener Regenbogen
Rainbow Rare Karten nutzen einen einzelnen, silbernen Stern als Symbol und sind sofort an ihrer Farbgebung zu erkennen: Das Artwork ist in gedeckten Regenbogenfarben gehalten und erstreckt sich über die gesamte Karte.

Es handelt sich lediglich um ein neues Design mit denselben Fähigkeiten und Eigenschaften des Pokémon. So bieten zum Beispiel die Regenbogen-Variante Rayquaza VMAX - 217/203 und das HoloRare VMAX Rayquaza VMAX - 111/203 die genau gleichen HP, Angriffe und Fähigkeit, jedoch einen sehr unterschiedlichen Preis!
Shiny Rare und Shiny Ultra Rare
Diese Seltenheitsstufen wurden mit der Hidden Fates Erweiterung eingeführt. Sie lassen sich an einem oder zwei goldenen, ausgehölten Sternen erkennen. In Japan sind diese Karten mit der Abkürzung “S” oder “SR” versehen.

Dargestellt sind Shiny-Versionen bekannter Pokémon aus der Rare und Ultra Rare Kategorie. Auch hier sind HP, Attacken und Fähigkeiten gleich – nur das Artwork ist anders. Das allein ist jedoch ausreichend, um die Nachfrage und den Preis der Pokémon-Karten drastisch zu erhöhen!
Fazit: Pokémon Seltenheitsstufe ist ein wichtiger Preis-Faktor
Alle offiziellen Pokémon-Karten sind mit einer Seltenheitsstufe versehen. Dieses Symbol, meistens in der unteren linken Ecke, zeigt die Häufigkeit, mit der ein Exemplar in Booster Packs zu finden ist.
Damit hat die Stufe einen hohen Einfluss auf die Seltenheit und Nachfrage – sie ist jedoch nicht der alleinige Faktor! Die teuersten Pokémon-Karten vereinen oft noch weitere Aspekte wie Druckfehler oder besonders beliebte Pokémon.
Generell finden sich in allen Seltenheitsstufen wertvolle, starke und schöne Karten. Selbst die häufigste Kategorie “Common” spielt eine wichtige Rolle in jedem Deck und enthält viele beliebte und begehrte Exemplare.
Die beste Pokémon-Karte lässt sich anhand der Seltenheitsstufe also nicht identifizieren. Für einen ersten Eindruck können die Kategorien aber durchaus taugen.
Häufig gestellte Fragen
Pokémon-Karten unterscheiden sich in Common (Gewöhnlich), Uncommon (Ungewöhnlich) und Rare (Selten). Die Seltenheitsstufe Rare unterscheidet sich noch einmal in dutzende Unterkategorien mit abweichenden Designs und Preisen.
Die Seltenheitsstufen sind leider nicht geeignet, um den Wert einer Pokémon-Karte zu ermitteln. Stattdessen muss jede Karte einzeln geprüft werden. Dabei ist auch der Zustand von großer Bedeutung.
Alle Pokémon-Karten haben ein Symbol, das die Seltenheitsstufe angibt. Diese zeigen die Häufigkeit und eignen sich für einen ersten Eindruck. Weitere Faktoren wie Nachfrage und Alter können jedoch ebenfalls eine wichtige Rolle spielen.




















